Sonntag, 11. September 2016

Psychisch vorbereitet sein - Cooper-Code

Grundlegend weiß der Prepper, dass Katastrophen und Gefahren jederzeit eintreffen können. Vor allem aber Prepping-Neueinsteiger sollten sich neben dem physischen Training auch psychisch vorbereiten. Jedem muss klar sein, welche Krisenszenarien möglich sind und wie man sie mit geeigneten Handlungsweisen bestmöglich überwinden kann. Dafür ist ein klarer Kopf unabdingbar. Es gilt also, sich von vornherein Gedanken darüber zu machen, wie man im individuellen Falle vorgeht, um das Überleben sichern zu können. Hier sollte aber auch berücksichtigt werden, dass geplante Dinge schief gehen können. Vorsicht und alternative Handlungsweisen sind immer ein absolutes Muss.

Um eine geeignete Bereitschaft in jeglichen Situationen herstellen und aufrecht erhalten zu können, kann der sogenannte "Cooper-Code" zu Hilfe genommen werden. Dieser sollte verinnerlicht werden und kann dafür sorgen, in jeder Situation richtig reagieren zu können. Der Cooper-Code ist in verschiedenen farblich markierten Bereichen eingeteilt und lehrt dem Prepper, besser mit Angst umzugehen und die Aufmerksamkeit zu erhöhen.

Cooper-Code im Einzelnen:

Code Weiß - Entspannung
Dort, wo man absolut sicher ist, greift dieser Code. In der Regel trifft er zu, wenn der Prepper im eigenen Heim ist, in welchem Türen und Fenster geschlossen sind und man vollkommen entspannt ist.

Code Gelb - Vorsicht
Auf diesen Zustand wechselt der Prepper bewusst, wenn er sein sicheres Heim verlassen muss. Hier muss die Umgebung aufmerksam beobachtet werden, um eventuelle Bedrohungen zu erkennen.

Code Orange - Bereitschaft
Ist eine mögliche Bedrohung erkannt, wird entschieden wie man weiterhin vorgeht. Ist Rückzug sinnvoll? Ist Verteidigung sinnvoll? Ist das kurzfristige Verstecken sinnvoll, falls man selbst noch nicht gesehen wurde?
Sobald die Gefahr aktionsfrei vorüber geht, wechselt der Prepper auf Code Gelb zurück.

Code Rot - Aktion
Ist eine Gefahr nicht vermeidbar, auf die man sich mit Hilfe des Code Orange eingestellt hat, kommt es zur Konfrontation. Aufgrund der Vorbereitung und des klaren Kopfes, ist man nun in der Lage, die Situation meistern zu können.

Code Schwarz - Panikstarre
Dieser Code tritt ein, wenn der Prepper von Code Weiß oder Code Gelb vollkommen überraschend angegriffen wird und keine Zeit hat, angemessen zu reagieren. Damit Code Schwarz gar nicht erst eintritt, ist es stets sinnvoll, direkt auf Code Gelb oder gar Code Orange umzuschalten, sobald man einen sicheren Ort verlässt.

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Mittwoch, 7. September 2016

Körperliche Fitness in der Krise

Neben der geistigen Klarheit über die Situation während einer Krise, gehört auch die körperliche Fitness zum Bestandteil des Prepping. Vor allem wenn es darum geht, mit schwerem Notgepäck flüchten zu müssen, ist man gut beraten, sich physisch darauf vorzubereiten. Ein Fluchtrucksack kann je nach Ausführung schließlich zwischen 30 und 55 Kilogramm wiegen - das trägt man nicht einfach so. Ohne ein entsprechendes Training wird es also schwierig, mit hohem Gewicht eine längere Strecke zurücklegen zu können.

Es kommt dabei jedoch nicht nur auf die Fähigkeit an, das reine Gewicht stämmen zu können, sondern man muss als Prepper in der Lage sein, sich mit einem schweren Fluchtrucksack auch wendig bewegen zu können. Somit macht es wenig Sinn, ins Fitness-Studio zu gehen und an Geräten zu trainieren. Als zusätzliche Maßnahme sicher nicht verkehrt, aber in erster Linie sollten stets Wanderungen mit dem jeweils zusammengestellten Notgepäck absolviert werden, wobei zeitweises Joggen für zusätzliche Kondition und Abhärtung sorgen kann. Auch sollte das Aufsteigen und Hinabsteigen von höheren Böschungen trainiert werden, damit das Gleichgewicht geschult wird.

Flexibler Sport ist somit das ideale Fitness-Programm, um die notwendige Kondition, Kraft und Beweglichkeit für eine eventuelle Flucht während einer Krise meistern zu können. Auch Spielplätze mit Klettergerüsten bieten hervorragende Möglichkeiten, mehrere Muskelgruppen des Körpers zu aktivieren und zu festigen. Auch Kampfsport-Training und Parcour sind hilfreiche Mittel, um für eine Krise gerüstet zu sein.


Montag, 5. September 2016

Notunterkunft und Schlafmöglichkeit während der Flucht

Wer sich während einer Krisen- oder Katastrophensituation auf der Flucht befindet, benötigt eine Notunterkunft, die vor Umwelteinflüssen schützt, um nicht zu unterkühlen oder gar zu erfrieren. Man sollte nämlich bedenken, dass sich eine Krise auch im Winter ereignen kann. Folglich sollte man sich von vornherein gut überlegen, welche Notunterkunft und Schlafmöglichkeit man in Betracht zieht, die im Fluchtrucksack verstaut werden kann.

Der Klassiker als Notunterkunft stellt selbstverständlich das Zelt dar, jedoch sollte man darauf acht geben, dass es strapazierfähig genug ist, um auch gegen stärkeren Wind gerüstet zu sein. Auch sollte es über eine ausreichende Wassersäule verfügen, damit starker Regen nicht zum Verhängnis wird. Sollte es nämlich durchregnen, wird man schnell nass werden, was zur Unterkühlung führt. Und das kann vor allem während einer Krise zum gesundheitlichen Problem werden, weil Krankenhäuser womöglich überfüllt sind oder im schlimmsten Fall den Betrieb aufgrund von Stromausfällen eingestellt haben.

Auch der Bodenbereich eines Zeltes sollte über eine gute Wassersäule verfügen, um auch von unten vor Feuchtigkeit geschützt zu sein. Der Schlafsack bietet wohl die beste Schlafmöglichkeit und ist einfach zu transportieren und im oder am Fluchtrucksack optimal zu platzieren. Dieser Schlafsack sollte mindestens ein 3-Jahreszeiten-Schlafsack sein, besser aber ist ein qualitativer Schlafsack mit einer Komfortzone von -20°C. Auch eine Iso-Matte darf nicht fehlen, um die kälteren Bodentemperaturen auszugleichen.

Eine weitere Notunterkunft und Schlafmöglichkeit ist das Kombinieren des Schlafsackes mit einem Biwaksack. Hier ersetzt der Biwaksack das Zelt, da er komplett verschließbar ist, um vor Wettereinflüssen geschützt zu sein. Auch hier sollte auf Qualität geachtet werden. Vorteil des Biwaksackes in Verbindung mit dem Schlafsack ist, dass beides sehr schnell ausgebreitet ist und der Prepper gut getarnt, also kaum auffallend, Schutz vor Wettereinflüssen hat. Auch hier ist eine Iso-Matte von Vorteil.  

Eine Alternative stellt eine geeignete Hängematte als Notunterkunft dar, die häufig über Moskitonetze verfügen und sich selbstverständlich mit einem Schlafsack und einer Iso-Matte kombinieren lassen. Idealerweise sollte man dann aber zusätzlich ein Tarp mit sich führen, um vor Regen geschützt zu sein. Vorteil einer Hängematte ist, dass man nicht auf dem Boden liegt und somit vor kriechenden Insekten und anderen Tieren sicher ist.

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Freitag, 2. September 2016

Mögliche Krisenszenarien

Jederzeit können Katastrophen erfolgen und somit Krisenszenarien entstehen. Bereits ein Stromausfall, welcher nur wenige Tage anhält, sorgt in der Regel dafür, dass es zu einem Zusammenbruch der Infrastruktur kommt. Man möge bedenken, was in der modernen Zeit alles ausfällt, sobald kein Strom mehr fließt. Der totale Blackout. Aufgrund dieser Tatsache ist es angebracht, stets Krisenvorsorge zu betreiben.

Neben den eher leicht vorstellbaren Krisenszenarien wie etwa ein Stromausfall, ein Wasserschaden, Überflutungen, Brände, Feinstaubbelastungen, chemische Unfälle oder gar eine Reaktorschmelze, kann es auch zu enormen Krisensituationen kommen. Spätestens bei derart Katastrophen ist man dann gezwungen, seine Komfortzone zu verlassen. Aus diesem Grunde ist es äußerst sinnvoll, für den Fall von Krisen globalen Ausmaßes Vorsorgemaßnahmen anzustreben - schließlich begünstigt und/oder verursacht das kapitalistische Wirtschaftssystem Ungerechtigkeit, Ressourcenausbeute, Feindbildaufbau, Kriegszustände, Terrorismus und Enteignungen. Dies wird eines Tages seinen Höhepunkt erreichen, und es ist dann ein enormer Vorteil, bis dahin in jeglicher Hinsicht vorgesorgt zu haben.

Auch eine Virusepidemie oder gar eine Pandemie ist eine ernstzunehmende Gefahr, die das Prepping rechtfertigt. Viren breiten sich je nach Erreger-Typ rasend schnell aus - ein Wirt kann einen Virus übertragen, obwohl er noch keine Symptome zeigt und somit auch nicht weiß, dass er betroffen ist. In diesem Zusammenhang ist es gut, als Prepper zu wissen, wo man im Falle einer Epidemie oder Pandemie Zuflucht finden kann, um einer Ansteckung zu entkommen. Selbstverständlich sollte dieser möglichst geheime Fluchtort auch Notverpflegung bereitstehen haben. Und ein Fluchtrucksack als Notgepäck für den Weg zum Fluchtziel sollte im jeweils aktuellen Heim griffbereit stehen.

   

Donnerstag, 1. September 2016

Notverpflegung - Notnahrung für die Krise

Erfolgt eine Krise, muss damit gerechnet werden, dass die komplette Infrastruktur zusammenbricht. Folglich sind Lieferungen von Nahrungsmitteln eingeschränkt oder werden sogar vollständig eingestellt. Das ist äußerst fatal, wenn nun keine Lebensmittelvorräte angelegt worden sind. Der Prepper sorgt vor und beschafft sich frühzeitig eine Notverpflegung. Notnahrung für die Krise sichert schließlich das Überleben für einen bestimmten Zeitraum.

Welche Notverpflegung man sich als Prepper anlegt, liegt am jeweils persönlichen Geschmack, wobei aber auch bedacht werden sollte, dass die entsprechende Notnahrung für die Krise längerfristig haltbar ist. Eine altbewährte Methode, um Lebensmittel lange haltbar zu machen, ist das Einwecken. Allerdings hat nicht jeder die Möglichkeit oder die Zeit, Nahrungsmittel dauerhaft zu konservieren. So kann man dann auf Tütensuppen, Konservenbüchsen oder im Handel angebotene Trockenfrüchte zurückgreifen.

Auch Notnahrung, die häufig als "Emergency Food" angeboten wird, ist eine alternative Notverpflegung für die Krise. Sie ist aufgrund der Vakuumisierung zwischen zehn und zwanzig Jahren haltbar und kann trocken oder als Brei mit Wasser, z.B. mit dem Notkocher, vermischt konsumiert werden. Solche Notnahrung schmeckt relativ neutral bis gut genießbar, obwohl der Zweck dieser Verpflegung hauptsächlich das Komprimieren wichtiger Nährstoffe ist. Es wird also wert darauf gelegt, dass genügend Energiezufuhr je Einheit geliefert werden kann.

Die jeweils bevorzugte Notnahrung für die Krise sollte jedenfalls kompakt genug sein, um auch noch im Fluchtrucksack Platz finden zu können. Denn nicht immer findet man in freier Natur sofort essbare Wildpflanzen, um auf die Nährstoffe von deren Wurzeln und Blättern zuzugreifen.

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